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Arge Grabenstetten

Arbeitsgemeinschaft Höhle & Karst Grabenstetten e.V.

Die nützlichen Jäger der Nacht sind in Not

Die nützlichen Jäger der Nacht sind in Not

05/08/2009 Michel Rahnefeld

GEISLINGEN (ra) Die nützlichen „Jäger der Nacht“ – die Fledermäuse – sind in Not. Darauf macht Christine Köpf aus Geislingen aufmerksam. Als bedrohte Arten sind Fledermäuse zwar geschützt, aber in der Praxis sieht es zumeist anders aus.

Eine Baby-Fledermaus in den Händen von Christine Köpf; Foto: M. Sontheimer

Christine Köpf aus Geislingen an der Steige (Kreis Göppingen)  ist Fledermaussachverständige der Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz Baden-Württemberg. Seit Jahren kümmert sie sich um die kleinen Flattertiere, die als Insektenjäger äußerst nützlich sind. Von den meisten Menschen unbemerkt, besiedeln Fledermäuse unsere Häuser unter Dächern, an Hauswänden oder in Kellern, erklärt Christine Köpf, die in ihrer Wohnung bisweilen verletzte Fledermäuse pflegt. „Nacht für Nacht – vorausgesetzt es regnet nicht – verrichten diese kleinen Helfer ihr Werk und dezimieren Schnaken, Mücken und zahlreiche Forst- und Obstschädlinge, deren Falter bevorzugt nachts fliegen und dann beispielsweise für tagaktive Vögel nicht erreichbar sind“, sagt die Fledermausexpertin. Durch ihre heimliche nächtliche Lebensweise sind die harmlosen Tiere vielen Menschen unheimlich und haben dadurch leider mit vielen Vorurteilen zu kämpfen, wissen Höhlenforscher und Fledermausfreunde. Erst jüngst hat eine 24-jährige Frau aus Greifswald in Vorpommern aus Angst vor einer Fledermaus die Polizei gerufen. Das Tier hatte sich den Polizeiangaben zufolge in die Wohnung der Frau verirrt. Der Anblick der Fledermaus habe sie derart erschreckt, dass sie sich nur noch mit einem Notruf zu helfen wusste. Die Polizisten mussten dann lediglich das Fenster öffnen und das Tier flog hinaus (wir berichteten).

Als bedrohte Arten sind sie vom Gesetzgeber her allesamt durch zahlreiche Verordnungen besonders streng geschützt, nur leider kommen diese in der Praxis kaum je zur Anwendung, weiß Christine Köpf. Nur allzu oft würden die Tiere bei Renovierungen von Isolierungen außen oder innen eingeschlossen, zugegipst, von Handwerkern mehr oder weniger nicht bemerkt oder für tot erklärt und schlimmstenfalls in den Mülleimer „entsorgt“.

Tagsüber hängen Fledermäuse in einer Tagesstarre – ähnlich wie im Winterschlaf –  unbeweglich mit verlangsamtem Herzschlag und Atmung in ihren Verstecken und können dann leicht für tot gehalten werden. Sie bekommen jedoch alles um sie herum mit, sind aber nicht in der Lage, bei Gefahr zu fliehen, erklärt die Fledermausfreundin. Es dauere je nach Temperatur 15 bis 30 Minuten, bis die Kleinsäuger ihren Kreislauf wieder hochgefahren haben und sich bewegen können. So können sie auch tagelange Schlechtwetterperioden ohne Nahrungsaufnahme überdauern.

„Es ist mir ein großes Anliegen, besonders Handwerker, wie Dachdecker, Zimmerleute und Maler, für diese Problematik zu sensibilisieren“, appelliert Christine Köpf. Im heißen Sommer 2003 wurde in Schlat (Kreis Göppingen) eine Zwergfledermauswochenstube mit etwa 100 Jungen bei einer Dachbodenrenovierung mit Gipskartonplatten eingeschlossen. Es ist anzunehmen, dass die Tiere unter den kochend heißen Dachpfannen der Hitze nicht ausweichen konnten und elend verendet sind, erzählt sie. Die piepsenden Jungen könnten aber nicht unbemerkt geblieben sein. „Nur zwei Babys gelang die Flucht durch einen Spalt nach unten, die von mir aufgezogen und später freigelassen wurden. Hätte man hier die Arbeiten nur um zwei bis drei Wochen verschoben, hätten die Tiere ausfliegen können“, bedauert Christine Köpf.

Als weiteres Beispiel nennt sie die Renovierung der ehemaligen Hauptpost in Geislingen. Hier wurden hunderte Fledermäuse durch den Baulärm vertrieben und flüchteten in die umliegenden Nachbarhäuser. Auch hier konnte kein Baustopp erreicht werden.

Leer stehende alte Gebäude, Fabriken, Mühlen, Scheunen oder Keller mit offenen Fenstern werden bevorzugt von Fledermäusen bewohnt und es sollte bei Abriss oder Renovierung immer an sie gedacht werden, sagt die Geislingerin. Sind es Sommerquartiere, sollten handwerkliche Arbeiten erst nach ihrem Abzug im Herbst in Angriff genommen werden. Wochenstuben zur Jungenaufzucht sind meist nur von Mai bis Juli belegt. Arbeiten in Winterquartieren, wie Keller und Stollen, sollten im Sommer vorgenommen werden. Auch alte Bäume mit Höhlen, in denen meist Abendsegler überwintern, sollten im Winter nicht gefällt werden.

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